Europameisterschaft EQ KDK 2026

Unsere EQ Spezialisten Sabrina und Markus gingen für die Elite bei der Europameisterschaft in Pilsen an den Start.
Den Anfang machte Sabrina mit ihrem internationalen Wettkampfdebüt in der Klasse -76kg. Bei ihrem erst zweiten Kraftdreikampf mit EQ wechselte sie eine Gewichtsklasse nach oben um dort ein Wörtchen um die Medaillen mitreden zu können. Bei internationalen Bewerben werden nicht nur Medaillen für das Total vergeben, sondern auch die Top 3 der Einzeldisziplinen zusätzlich geehrt.

Die Anspannung vor dem Wettkampf war dementsprechend groß, doch der Start in den Bewerb war stark. 210kg in der Kniebeuge gelangen perfekt und der so wichtige Erstversuch war in der Wertung. 217,5kg wurden gefordert um mit den Konkurrenz mitzugehen und auch dieser Versuch war gültig. Im Drittversuch wurde nochmal um 7,5kg gesteigert und 225kg aufgelegt. Entschlossen ging Sabrina in eine tiefe Hocke und kämpfte das Gewicht wieder in die Endposition…2:1 ungültig – doch die Jury war anderer Meinung und überstimmte das Kampfgericht. Der Versuch war somit gültig – 225kg in der Wertung und die erste Silbermedaille in der Kniebeuge sicher.

Beim Bankdrücken war Sabrina ebenso angespannt, da die Trainings der letzten Wochen nicht immer ganz easy waren. Der Erstversuch mit 130kg war dementsprechend wichtig und mit leichten Unsicherheiten bei der Ablage und etwas Glück waren die 130kg am Papier. Um jedes Kilo für das Total mitzunehmen wurde eine kleine Steigerung gemacht und 135kg aufgelegt. Der Versuch gelang besser wie der Erste, die Abwärtsbewegung war ideal und auch das Hochdrücken funktionierte mit etwas mehr Anstrengung gut. Um auch im Bankdrücken eine Einzelmedaille mitzunehmen wurde auf 137,5kg gesteigert und der schwerste Versuch war dann auch der technisch Beste. Die Position, die Linie und auch der Schub waren ideal und somit kam auch dieser Versuch in die Wertung. So sicherte sich Sabrina eine weitere Silbermedaille im Bankdrücken.

Mit etwas mehr Sicherheit ging es ins Kreuzheben, wo auch das Warmup perfekt lief und man Sabrinas Sicherheit und Entschlossenheit sehen konnte. 180kg im Erstversuch sicherten das Total ab und waren ein guter Start in die letzte Disziplin. 192,5kg wurden für den Zweitversuch gefordert und auch hier ließ Sabrina gar nichts anbrennen. Setup und Position waren gut und so ging auch dieses Gewicht sicher in die Endposition. Im letzten Durchgang des Kreuzhebens kam dann auch die Taktik mit ins Spiel um die Gegnerinnen unter Druck zu setzen und etwaige Positionen zu attackieren. 200kg wurden für Sabrina geladen, eine wichtige Marke, die erstmals im Wettkampf durchbrochen werden sollten. Man merkte, dass dieses Gewicht nicht mehr leicht war, doch mit Wille und Kampfgeist konnte auch diese Last 3:0 gültig gehoben werden. Erstmals 200kg in der Wertung, eine Bronzemedaille im Kreuzheben und als Krönung für diese perfekte Vorstellung mit 9/9 gültigen Versuchen der Vizeeuropameistertitel mit 562,5kg (27,5kg PR)!

Nachdem Sabrina am Vortag stark vorgelegt hatte, war auch Markus nochmal zusätzlich motiviert an diese Performance anzuknüpfen und die 1000kg Marke auch auf internationaler Bühne zu knacken.

Das Warmup für die Kniebeuge lief optimal und die Power für eine große Leistung war an diesem Tag sichtbar. Dementsprechend „sicher“ ging Markus mit 387,5kg in den Erstversuch. Der Walkout und das Setup wurde bewusst kontrolliert und langsam gemacht, da die Stange sehr „weich“ war und leicht in Schwingung geriet. Markus hatte zwar etwas Glück mit der Tiefe im Opener, doch der Versuch ging 3:0 gültig in die Wertung. Danach wurde das große Ziel gleich angegangen, die 400kg Marke knacken und um mit der Konkurrenz mitzugehen wurden 402,5kg gefordert. Der Walkout und das Finden der Startposition waren um einiges schwieriger und die Schwingungen der Hantel nur schwer zu kontrollieren. Der Bewegungsablauf und die Tiefe waren nun aber viel besser und so konnten auch die 402,5kg mit noch etwas Luft nach oben gebeugt werden. Deshalb wurde im Drittversuch nochmal riskiert und 412,5kg geladen. Das Setup gelang dieses Mal sogar besser, doch das massive Gewicht druckte schon ordentlich nach unten. Der Ablauf passte, die Tiefe war gut und der Kampf nach oben begann. Mit aller Kraft und trotz großer Schwingungen konnte Markus die Endposition erreichen und wurde mit einer eindeutigen 3:0 Wertung belohnt. 412,5kg (ÖR) waren in der Wertung und eine Bronzemedaille im Kniebeugen sicher.

Der anstrengendste Part stand aber erst bevor. 20min Pause zwischen den Disziplinen ist in diesem Gewichtsbereich und speziell bei den Schwergewichtsathleten quasi eine nicht vorhandene Pause. Deshalb wurde auf Plan B gewechselt um aus der gleichen Situation zu lernen, die bei der WM zur Katastrophe geführt hatte. Das Warmup wurde stark verkürzt, auf das größere Ersatzshirt gewechselt und mit einem „leichten und sicheren“ Gewicht von 262,5kg in den Wettkampf gegangen. Die Taktik funktionierte perfekt, das Gewicht ging technisch korrekt und gut nach oben und sicher in die Wertung. Nun ging das Warmup weiter, es wurde auf das eigentliche Wettkampfshirt gewechselt und noch ein Versuch mit 275kg gemacht. Zwischen Erst- und Zweitversuch war mehr Zeit als in der eigentlichen Pause zwischen den Disziplinen und deshalb ging sich das alles gut aus. 290kg im Zweitversuch wurden dann entschlossen angegangen. Das Setup passte, die Abwärtsbewegung war optimal und auch das Hochdrücken klappte so gut wie lange nicht mehr. 290kg in der Wertung, der Plan war voll aufgegangen. Im Drittversuch wurde dann auf 297,5kg gesteigert und alles lief fast gleich wie zuvor, doch leider war der Lockout auf einer Seite nicht ganz fertig und somit der erste ungültige Versuch in der Wertung. 290kg waren aber unter diesen Umständen und mit den Problemen der Vorbereitung sehr positiv zu bewerten. Die Bronzemedaille im Bankdrücken sicherte sich Markus trotzdem.

Der gleiche Stress wie in der ersten Disziplinenpause ging auch vor dem Kreuzheben weiter und bald wurde klar, dass die zwei 400kg+ Versuche Spuren hinterlassen hatten. Der Rücken war schon sehr belastet und muskulär am Limit, dementsprechend wurde sicherheitshalber nochmal der Erstversuch reduziert und mit 292,5kg ins Kreuzheben gestartet. Das Setup war aufgrund der Rückenprobleme nicht mehr ganz ideal und dann kam zusätzlich noch ein weiterer Spannungsfaktor dazu. Der Griff gab auf, die Hand ging auf und der Erstversuch war ungültig – worst case.
Das Gewicht wurde im Zweitversuch nochmal geladen, die Hände sowie die Hantel nochmal extra gereinigt und mit Flüssigmagnesium maximal trockene Hände erreicht. So kamen die 292,5kg in die Wertung, doch man merkte, dass nach oben nicht mehr viel Luft war. Nun wurde es nochmal richtig spannend und 302,5kg waren für den Drittversuch gefordert. Mit Wille und Kampfgeist ging der Versuch in die Endposition, war 3:0 gültig und somit konnte der belgische Athlet mit einem gültigen Drittversuch das Total von Markus einstellen, war aber aufgrund des niedrigeren Körpergewichts letztlich vor ihm auf Platz 3 der Gesamtwertung. Der 4. Platz für Markus war deshalb etwas bitter, doch 1005kg Total, zwei Einzelmedaillen und ein österreichischer Rekord im Kniebeugen (412,5kg) gaben trotzdem Grund zur Freude.

Herzlichen Glückwunsch zu diesen fantastischen Leistungen!!

Powerlifting Elite Salzburg

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